Pro Seniorenpflege im Land Brandenburg e.V. ZiesarRheinsbergWusterhausenKremmenÜber Uns
PflegewohnhausAmbulante PflegeBetreutes WohnenBegegnungsstätteLeben in Ziesar

Unser Team

"Der Mensch, der hier auf mich wartet ..."

Ute Hofmann, Heimleiterin
Ute Hoffmann, Heimleiterin
Birgit Sommerfeld, Pflegedienstleiterin
Birgit Sommerfeld, Pflegedienstleiterin

Er ist die wichtigste Motivation für Heimleiterin Ute Hoffmann (Jg. 1964) für den täglichen Weg ins Pflegewohnhaus. Der respektvolle Umgang mit alten Menschen, das Eingehen auf ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse ist ihr hauptsächliches Anliegen in der täglichen Arbeit.

Gemeinsam mit Birgit Sommerfeld (ebenfalls Jg. 1964) leitet sie das Haus in Ziesar nun schon seit beinahe 10 Jahren. Beide Frauen arbeiteten bereits vor der Wende in dem Heim, Birgit Sommerfeld hat nach der Schule eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Ute Hoffmann begann ihren Berufsweg zunächst als ungelernte Pflegehelferin und lernte den Beruf über das Heim und verschiedene andere Stationen sozusagen von der Pike auf. Die Wende brachte auch für Ziesar große Umbrüche mit sich. Abgesehen von den äußeren Umständen, dem Umzug, neuen technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Zwängen hat sich auch der Charakter ihrer Arbeit gewandelt. Stand in den früheren Feierabendheimen weniger die medizinische Pflegebedürftigkeit, sondern mehr die Gestaltung eines ruhigen und erfüllten Lebensabends und des Zusammenlebens älterer Menschen im Vordergrund, so sieht dies heute ganz anders aus. Meist kommen die Bewohner erst dann ins Heim, wenn ihr Gesundheitszustand und die Möglichkeiten familiärer Hilfe eine Betreuung zu Hause nicht mehr zulassen. Das begrenzt naturgemäß viele Aktivitäten.

"Wir wollen unseren Bewohnern ein neues Zuhause bieten, trotz aller Einschränkungen, die der Umzug in ein Heim eben mit sich bringt.", sagt Birgit Sommerfeld. Deswegen haben alle Bewohner die Möglichkeit, liebgewordene Möbel und Erinnerungsstücke mitzubringen, ihre Zimmer individuell zu gestalten - auch in den Fluren werden Bilder und Kunstwerke der Bewohner gezeigt. "Uns ist es wichtig, zu sehen, dass der Mensch, der hierher kommt, sein Leben schon gelebt hat, seine Erfahrungen gemacht und seine Gewohnheiten gefunden hat. Das wollen wir respektieren und in die Gestaltung seines Alltags hier einbeziehen.", erzählt Ute Hoffmann. Dabei lernten durchaus beide Seiten voneinander, denn natürlich könnten die MitarbeiterInnen von der gesammelten Lebenserfahrung der 80 BewohnerInnen profitieren. Dennoch ist auch ein Mindestmaß an Distanz in der Arbeit nötig. "Wir können und wollen die Familie nicht ersetzen - aber natürlich entstehen auch persönliche Beziehungen im täglichen Umgang mit unseren Bewohnern." Obwohl Heim- und Pflegedienstleitung Bürojobs sind, sind beide Frauen deshalb täglich im Heim unterwegs. Jeder Bewohner kennt sie und kann sie mit seinen Sorgen und Nöten ansprechen. Den Leitungsjob sieht Frau Hoffmann dabei sogar als Vorteil: "Ich kann mir auch mal Zeit nehmen für ein ruhiges Gespräch, kann zuhören und Rat geben. Die Schreibtischarbeit läuft mir nicht weg." Möglichkeiten, die die Mitarbeiter in der Pflege so nicht haben, weil sie ein bestimmtes Pensum pflegerischer Aufgaben bewältigen müssen.

Es bedeutet aber auch, nie so richtig Feierabend zu haben - und immer ansprechbar zu sein. Dafür braucht man ein starkes Team hinter sich - und das haben beide in ihrer Mannschaft gefunden. Die meisten MitarbeiterInnen sind schon lange in Ziesar und wer neu dazu kommt, bleibt auch gern. Wechsel kommen kaum vor. Wenn, dann haben sie familiäre Gründe. Mit einem Azubi pro Jahr wird außerdem für den eigenen Nachwuchs gesorgt. "Natürlich haben Mitarbeiter unterschiedliche Stärken und Schwächen. Wir versuchen die Arbeit so zu organisieren, dass wir das berücksichtigen können. Gerade im Umgang mit unseren Bewohnern möchte ich als Leiterin vorleben, was ich von meinen Mitarbeitern erwarte. Anders kann es auch nicht funktionieren.", so Ute Hoffmann.

Und zum Team gehört auch ein zweites Standbein - eine Familie im Hintergrund, die hinter den beiden Frauen und ihren Jobs steht und vor allem manchmal zurückstehen muss. Frau Hoffmann hat zwei Söhne, einer von ihnen steckt gerade in den Abiprüfungen und plant ab Herbst ein Studium in Magdeburg, der andere hat noch ein paar Schuljahre vor sich. Birgit Sommerfeld ist verheiratet - ihr Mann arbeitet allerdings auf Montage. Auch ihre Tochter absolviert gerade das Abitur. Sie halten den beiden Frauen den Rücken frei, um ihren anstrengenden Job möglichst gut bewältigen zu können.

Wenn sie sich etwas wünschen dürften für die Zukunft, so wäre es in allererster Linie mehr Zeit - mehr Zeit und Raum für ihre Bewohner, um auf deren Bedürfnisse, Wünsche und ihr Leben eingehen zu können, ihnen ein Maximum an individueller, erfüllender Gestaltung des Lebensabends ermöglichen zu können.

Unser Team

1 Heimleiterin, 1 Pflegedienstleiterin

13 Pflegefachkräfte

14 PflegehelferInnen

3 MitarbeiterInnen für die integrierte soziale Betreuung

3 MitarbeiterInnen für die zusätzliche soziale Betreuung nach SGB XI §87

2 Auszubildende

15 MitarbeiterInnen in Küche und Hauswirtschaft